Holiday Feeling – Heiraten in Spanien

Sep 09
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Es ist jetzt schon mehr als einen Monat her, dass wir Spanien (zumindest vorerst) den Rücken kehren und zurück nach Stuttgart mussten und genau aus diesem Grund dachte ich mir, dass ich mir dieses Urlaubsgefühl einfach noch ein bisschen bewahren möchte – und das geht nun einmal am Besten durch einen Post. Bilder durchstöbern und auswählen und Gedanken niederschreiben, einfach schwelgen in diesem schönen Gefühl…

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Auf fast allen Blogs, kann man, wenn es um das Thema Urlaub und Reisen geht, ganz viele Empfehlungen und Tipps nachlesen, was man an welchem Ort am besten unternimmt.
Überall lese ich: What to do in…? Und ich selbst finde es immer wieder interessant und lese mir diese Beiträge gerne durch, obwohl ich gestehen muss, dass ich mich selten danach richte, ich liebe es einfach selbst zu entdecken, was mir gefällt und was es alles so gibt. Aber einen Anreiz bieten diese Beiträge immer wieder.
Also habe ich überlegt, dass ich ebenfalls mal eine Empfehlung ausspreche. Allerdings eine etwas andere und außergewöhnliche Empfehlung. Ich will euch keine speziellen Eisdielen, Bars oder Cafés empfehlen…

Wenn ihr mich fragen würdet, was ihr Spanien unbedingt machen solltet, dann würde ich ganz klar sagen: Heiraten!
Ganz ehrlich! Heiratet in Spanien!
Es war das größte und beste, was ich bis jetzt gemacht habe, aber es war nicht nur ein wunderschönes Erlebnis, sondern es hat meine Sicht auf die Dinge grundsätzlich und nachhaltig verändert.

Eine Hochzeit zu organisieren bringt einiges mit sich, auch die ein oder andere Überraschung. Eine Hochzeit von Deutschland aus in Spanien und das auch noch mitten in den Bergen, abgeschieden von allem, zu organisieren ist im Prinzip eine einzige Überraschung. Aber eine unglaublich positive und wunderbare. Angefangen von der Frage, wie das Brautkleid nach Spanien kommt, bis hin zur Organisation von Essen und Getränken, Personal, Shuttleservice – einfach alles. Wir haben so gut es ging alles geplant und von Deutschland aus fix gemacht, aber wir waren uns nicht einen Moment lang so richtig sicher, ob auch wirklich alles klappt, so wie wir es uns vorstellten.

Monate vor dem Termin haben wir ein Taxiservice engagiert. Gemessen am E-Mail-Verkehr, ganz liebe Personen, die sich wirklich Mühe geben, aber trotzdem waren wir uns einfach nicht sicher, ob es auch tatsächlich klappen würde, schließlich war unsere Finca mitten in den Bergen und die Straßenverhältnisse nicht ansatzweise mit deutschen Straßen zu vergleichen. In Spanien angekommen, haben wir nach dem Taxiunternehmen gesucht, an der im Internet angegebenen Adresse, bis sich herausstellte, dass das Taxiunternehmen einfach nur ein kleiner Taxistand war…Wir waren so unsicher.

Was das Essen und die Getränke anbetrifft, so haben wir uns vorgenommen, diese selbst zu besorgen. Gelandet in Malaga haben wir, kurz nachdem wir uns einen Wein am Strand genehmigt haben, die spanische Metro aufgesucht. Schließlich haben wir ja auch einen deutschen Metroausweis und im Internet stand, dass man diesen in jeder Metro – europaweit – nutzen kann. Mit Einkaufswagen voller Wein, Champagner, Bier, Gin, Tonic und Rinderfilet standen wir dann also an der Kasse und hofften, dass alles klappen würde – oh mein Gott waren wir aufgeregt – und dann, es sah schon so aus, als müssten wir mit unseren zwei übervollen Wagen wieder zurück und alles dort lassen, denn unser deutsche Ausweis reichte wohl nicht so ganz. Der Filialleiter kam auf uns zu und wir versuchten ihm in gebrochenen Spanisch (denn in Andalusien sind Englisch und Deutsch undenkbar) zu erklären, dass wir einen deutschen Metroausweis haben und wir diese Sachen unbedingt für unsere Hochzeit benötigen. Und es hat geklappt. Er machte nur schnell eine Kopie unseres Ausweises und schon durften wir alles mit den besten Glückwünschen einkaufen. Vier weitere Einkäufe folgten in den nächsten sieben Tagen und es hat geklappt und zwar alles.

Ein weiteres Erlebnis war das Treffen mit einem Anwalt, der unsere Zeremonie durchführte. Ein furchtbar lieber Mensch. Wir trafen uns ein paar Tage vor der Hochzeit und redeten kurz über uns, er erzählte, was er vor hat und als ich ihn fragte, wie wir das mit der Bezahlung regeln, sah er mich vollkommen entsetzt an und erklärte mir, dass es für ihn eine Ehre ist uns zu trauen und es eine Beleidigung wäre, wenn wir ihn dafür bezahlen würden. Wir waren vollkommen sprachlos und mir schossen für einen kurzen Moment die Tränen in die Augen. Ein absolut fremder Mensch hat seinen freien Samstag geopfert, um uns zu trauen und das so ganz ohne eine Gegenleistung zu verlangen, im Gegenteil – er wollte es, einfach so. Für uns unfassbar.

Und dann war es endlich soweit. Wir hatten gekühlte Getränke, unsere Gäste wurden von dem Taxi pünktlich den Berg zu unserer Finca hinaufgebracht, das Essen war köstlich, es gab sogar eine live gemachte Paella, unsere Zeremonienmeister war toll und es fühlte sich nahezu jeder unserer Gäste wohl. Es war einfach ein Traum! Ein wundervoller Traum, den wir erleben durften.

Und das alles hat uns gelehrt, dass man ruhig auch mal vertrauen kann und vielleicht sogar muss. Spanier sind mit Sicherheit nicht so akkurat, wie wir Deutschen, aber es sind so unglaublich liebe Menschen, die sich regelrecht freuen teilhaben zu dürfen und helfen, wo sie können.

Und genau das haben wir mitgenommen, es tut gut so zu leben, eine solche Einstellung zu haben und einfach mal zu vertrauen. Es ist so traurig, dass bei uns so ein grundsätzliches Misstrauen vorherrscht, vieles wäre so viel leichter und schöner. Eigentlich wäre alles so viel leichter und schöner.

Nach unserer Hochzeit hatten wir noch eine wundervolle ganze Woche, die wir durch und durch genießen konnten. Restaurants am Strand, 38 Grad um ein Uhr nachts, Sonne, Meer, glückliche Menschen. Und die einzigen Touristen, auf die wir getroffen sind, waren Spanier selbst. Es war  wundervoll. Tapas gibt es zu Getränken serviert, geschlossene Cafés öffnen ihre Türen, damit du einen Kaffee bekommst… Ich möchte mir dieses Urlaubsgefühl so lange wie möglich bewahren!

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