Haarroutine

Jul 28, 2015 | Lifestyle | 11 Kommentare

So als zukünftige Braut mache ich mir tatsächlich noch mehr Gedanken über meinen Körper, meine Haut und meine Haare, als ich es ohnehin schon tue.
Momentan widme ich mich ganz besonders intensiv meiner Haarpflege.
Eigentlich habe ich ganz schönes Haar – finde ich. Aber wie es wahrscheinlich bei den meisten Frauen der Fall ist, mussten meine Haare im Laufe der Zeit ganz schön unter mir leiden!

Farbe, Strähnen, Hitze – lockig, wieder glatt und dann doch wieder lockig – und und und…
Und so richtig hab ich mir dabei keine Gedanken um Struktur und Substanz meiner Haare gemacht.
Erst bei der Anprobe von ganz vielen verschiedenen Brautkleidern fiel es mir auf, als ich in den Spiegel blickte. Meine Haare! Es ist so wichtig, wie meine Haare aussehen. Nicht nur die Frisur, auch die Farbe, die Struktur, der Glanz, die Länge, einfach alles! Die Frisur bringt das Kleid erst so richtig zur Geltung!

Also fing ich an meine Haarroutine zu ändern.
Jeden Tag Haare waschen? – fällt flach!
Haarstyling mit großer Hitze? – fällt flach! (Wird zumindest auf ein Minimum reduziert und wenn, dann natürlich nur mit Hitzeschutz)

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Haare regelmäßig färben? – fällt vorerst flach! (Auch wenn es mit der richtigen Pflege grundsätzlich kein Problem ist)

Okay, das sind alles Entbehrungen, die ich so hinnehmen kann, auch wenn es mir an dem ein oder anderen Tag etwas schwerer fällt. Doch das allein reicht einfach nicht aus! Wichtig ist die richtige Pflege mit den richtigen Produkten und eine richtige Ernährung. Ich habe lange und viel gelesen, was zu tun ist, mich über Produkte informiert und Produkte ausprobiert, ich habe verschiedene DIY-Tipps befolgt und am Ende habe ich die richtige Haarroutine für mich gefunden. Sie ist mit Sicherheit nicht für jeden das non plus ultra, aber seitdem ich sie anwende spüre ich, dass meine Haare kräftiger, geschmeidiger, glänzender und einfach gesünder sind und aussehen.

1. Haarschnitt
Angefangen habe ich mit einem ordentlichen Haarschnitt. Ich möchte zwar unbedingt schöne lange Haare zu meiner Hochzeit haben, aber dünne, strapazierte und splissige Spitzen sehen einfach nicht aus. Zwar stimmt der Mythos nicht, man müsse sich die Haare regelmäßig schneiden lassen, damit das Haar gesund und kräftig nachwachsen kann. Aber wenn die kaputten Haare weg sind, sieht das gesamte Haar einfach viel besser aus.
Haare sind tote Hornsubstanz, sie enthalten keine lebenden Zellen. Die Bildungszone, ist die Haarwurzel, sie lebt und erzeugt die tote, nicht belebte Hornsubstanz – das Haar. Es spielt also keine Rolle, in welchem Zustand sich die Spitzen befinden, es kommt einzig und allein auf die Wurzel und die Kopfhaut an. Denn nur auf einer gesunden Kopfhaut, kann gesundes und kräftiges Haar gedeihen.

2. Produkte
Nachdem ich gute zehn Zentimeter Haar losgeworden bin, habe ich mich ausgiebig mit den verschiedenen Produkten befasst und einige ausprobiert.
Zunächst ist es wichtig, dass die Produkte, alle – Shampoo, Conditioner, Maske, Styling – silikonfrei sind, oder zumindest nur gute (wasserlösliche) Silikone enthalten!
Die Haupteigenschaft von Silikonen in Haarprodukten ist es, das Haar zu glätten, es weich und geschmeidig zu machen. Silikone schmiegen sich wie ein feiner Film um das Haar, wodurch es glänzender und seidiger aussieht. Besser ist es jedoch ganz auf Silikone zu verzichten. Denn bleibt das Haar frei von Silikonen, können sich die Haare über die Schuppenschicht gegenseitig besser stützen.
Ich muss allerdings zugeben, dass es mir auch nicht ganz leicht fällt auf Silikone zu verzichten, daher habe ich mir Produkte ausgesucht, die wenn, dann nur gute Silikone enthalten. Unterstützend habe ich mich für ein Produkt entschieden, dass meine Kopfhaut und mein Haar durch Anwendung einmal pro Woche, reinigt und von den Silikonen befreit.
Meine favorisierten Haarprodukte habe ich in der Apotheke gekauft, sie sind von Renè Furterer.

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Ich habe mich für drei Serien von Renè Furterer entschieden. Es ist wichtig zu wechseln und nicht unentwegt ein und dasselbe Shampoo zu benutzen. Die Haare gewöhnen sich nach einer Weile hieran, weshalb der gewünschte Erfolg nicht mehr erzielt werden kann.

Für den Aufbau meines Haares nutze ich die Linie Absolue Kératine. Das Keratin im Inneren unseres Haares wird durch unser ständiges Styling destrukturiert, es ist allerdings für eine gewisse Widerstandsfähigkeit und Elastizität absolut notwenig. Mit der Absolue Kératine-Linie soll nun das zerstörte Keratin wieder nachbilden, dafür setzt sie auf Inhaltsstoffe aus ätherischen Ölen und Pflanzenextrakten. Hauptinhaltsstoffe sind Sojaprotein-Extrakt und Mikro-Weizenproteine, diese ergeben ein pflanzliches Keratin.
Die Linie, besteht aus einem Shampoo einer Maske und einer leave in cream. Shampoo und leave in benutze ich einmal in der Woche, die Haarmaske alle zwei Wochen. Nach zwei Monaten bin ich von dem Resultat echt begeistert! Meine Haare sind griffiger und ich habe das Gefühl, dass sie viel gesünder aussehen, auch wenn sich hin und wieder noch ein paar kaputte Spitzen dazwischen mogeln.

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Für glanzvolles und geschmeidiges Haar nutze ich die Fioravanti-Serie von Renè Furterer. Hier habe ich mir ebenfalls ein Shampoo ausgesucht, zusätzlich einen Contitioner und ein Glanzspray. Ich bin hin und weg von diesem Produkt. Zwar muss ich gestehen, dass es doch recht medizinisch riecht, aber die Wirkung ist einfach großartig. Es verleiht meinem Haar einen tollen Glanz, insbesondere der Conditioner ist der Wahnsinn. Glanz – Glitzer – Funkeln, einfach toll!

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Da der Sommer begonnen hat und in vollem Gange ist habe ich mir als drittes die Solaire-Linie ausgesucht. Ich liebe zwar die Sonne und auch die Hitze, aber beides kann meinem Haar ganz schön zu schaffen machen. Nicht nur, dass die Produkte so unglaublich gut nach Sommer, Sonne, Strand und Urlaub duften, sie schützen mein Haar eben genau vor diesen äußeren (ausnahmsweise mal nicht durch mich verursachten) Einflüssen. Shampoo, zur ganz normalen Anwendung, Sonnefluid als Schutz nach jedem Sonnenbaden und das Öl zur Pflege vor dem Sonnenbaden. Einfach perfekt!

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Wie ich bereits erwähnt habe nutze ich zusätzlich ein Pflegeprodukt um meine Kopfhaut und meine Haare von Silikonen zu befreien. Auch hier bin ich Renè Furterer treu geblieben, nebenbei bemerkt, ich habe alle meine Produkte auf Furterer umgestellt.
Jedenfalls habe ich mir das regenerierendes Konzentrat Complex 5 zugelegt. Das trage ich einmal die Woche, vor dem Haare waschen scheitelweise auf meine Kopfhaut auf und lasse es ca. 5-10 Minuten einwirken. Es wird wirklich unglaublich warm, so dass ich genau weiß, wann es abzuspülen ist. Wobei abspülen hier etwas falsch ist, es wird vielmehr ausgewaschen. Es riecht toll nach citrus und man spürt förmlich, wie sich der ganze „Dreck“ vom Kopf löst. Zusätzlich stimuliert es die Durchblutung, was auch das Haarwachstum anregt – ein angenehmer Nebeneffekt, wie ich finde.

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Als Pflege zwischendurch nutze ich eine Haartagescreme von Carthame. Sie spendet Feuchtigkeit und kann einfach so zwischendurch im trockenen Haar einmassiert werden.

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3. DIY
Neben meinen neuen Haarprodukten, mit denen ich meine Haarpflege aufgepimpt habe, habe ich auch die ein oder anderen DIY-Tipps ausprobiert. Von allen mir getesteten fand ich drei wirklich gut.
Eine wirklich simple Methode seinem Haar einen schönen Glanz zu verleihen ist es, es einfach mit Backpulver zu waschen. Nichts weiter! Einfach Backpulver! Ich habe ca. 3 Teelöffel mit einer halben Tasse lauwarmen Wasser gemischt und bin wirklich begeistert von dem Resultat. Die Haare glänzen unglaublich! Allerdings tue ich das nur hin und wieder, es soll zwar sehr gesund für das Haar sein und der Glanz ist auch toll, aber ich habe eben nicht so richtig das Gefühl meine Haare wirklich zu waschen/zu reinigen. Es schäumt, wenn überhaupt nur ganz leicht. Es hat nahezu keinen Geruch, weshalb die Haare danach auch nicht wirklich anders riechen als zuvor und während des Waschens wirkt es etwas beschwerend (das gibt sich aber sofort, wenn die Haare trocknen). Man kann nach dem Waschen auch noch einen Contiditioner benutzen, was der Leichtigkeit hilft, muss man aber nicht.
Mein Fazit zum Backpulver-Shampoo: Es verleiht wirklich tollen Glanz und Schimmer, ich habe aber einfach nicht das Gefühl meine Haare wirklich gewaschen zu haben.

Als zweite DIY-Anwendung hat mir eine Haarmaske besonders gut gefallen. Sie ist ganz simpel zusammengemixt und macht das Haar so schön geschmeidig und lässt Spliss (zumindest augenscheinlich) verschwinden. Man benötigt lediglich drei Esslöffel natives Olivenöl, ein Eigelb und einen Teelöffel Honig. Die Mixtur muss für ca. 10 Sekunden in der Mikrowelle erwärmt werden und kann sofort aufgetragen werden. Sie sollte für mindestens 30 Minuten einwirken – länger ist immer besser – und dann ganz normal ausgewaschen werden. Das Haar wirkt seidig, geschmeidig und gesund!

Zu guter letzt kann ich jedem Kokosöl empfehlen! Es ist einfach eine Wunderwaffe. Nicht nur, aber ganz besonders für die Haare ist es wunderbar pflegend. Ich trage es einfach hin und wieder mal auf mein Haar auf und lasse es solange ich kann und will einwirken und wasche es am Ende des Tages oder der Nacht aus. Danach: Glanz pur!
Aber wie gesagt, Kokosöl ist nicht nur für die Haare super, auch der Rest des Körpers kann hin und wieder eine ordentliche Portion Kokosöl vertragen. Aber dazu später ein Post.

4. Olaplex
Zuletzt noch eine ziemlich neue Haarpflege, zumindest hier in Deutschland. Ich bin seit kurzem eine Olaplexerin. Olaplex ist ein Produkt aus den USA, dass seit einiger Zeit auch in deutschen Friseursalons verwendet wird. Es wird meist in Kombination mit einer Haarfarbe benutzt, sodass diese die Haare nicht beschädigt sondern im Gegenteil, sogar repariert. Olaplex baut die Disulfitbrücken im Haar wieder auf, die durch ständiges Färben, Glätten, Fönen zerstört werden. Damit macht es das Haar tatsächlich gesund und lässt es nicht nur so scheinen.
Da ich eher selten zum Friseur gehe, ich habe eine äußerst kompetente und qualifizierte Haarstylistin in der Familie, lasse ich mir auch nicht meine Haare vom Friseur färben. Dennoch wollte ich unbedingt Olaplex ausprobieren, aber so ganz ohne Farbe. Leider (für die damit arbeitenden Friseure wohl Gott sei Dank) gibt es dieses Produkt nicht im Einzelhandel, um es also auszutesten blieb mir nichts anderes als der Besuch bei einem Friseur übrig. Hier ließ ich mir dann ein Olaplex-Treatment verpassen. Eine Behandlung, ganz ohne Farbe, einfach nur zur Pflege. Dafür wird Olaplex Nr. 1 mit Wasser vermischt und sorgfältig auf das trockene Haar aufgetragen. Es sollte dann ca. 5-10 Minuten einwirken und das Haar sanft durchgekämmt werden. Ohne es auszuwaschen wird nun Olaplex Nr. 2 auf das Haar aufgetragen und durchgekämmt. Das soll nun ca. 10 Minuten einwirken und ausgewaschen werden. Am Ende darf aber nicht der Conditioner vergessen werden…und et voila – das Haar sieht so toll aus! Für die Nachbehandlung für zu Hause gibt es dann noch Olaplex Nr. 3. Das wird auf das feuchte Haar aufgetragen und nach einer mindestens zehnminütigen Einwirkest ausgewaschen.
Das Haar strahlt danach wie nie zuvor!

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5. Detangler und Invisibobble
Neben der aktiven Haarpflege sollte man allerdings nie auch die passive Haarpflege vergessen! Finger weg von den üblichen Haargummis mit der Metallverbindung. Sie führen dazu, dass das Haar an der Stelle, an der sie sich befinden bricht! Ich empfehle Invisibobbles! Die Haare brechen nicht, sie sind ganz sanft zum Haar. Sie bieten einen unglaublichen Halt, kein Verrutschen, kein zuppeln, sie sitzen gut und sie hinterlassen keine Druckstellen im Haar. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie nicht ausleihern, sie halten!
Außerdem schwöre ich auf den Detangler – ich habe den herkömmlichen Bürsten abgeschworen. Das tolle daran ist, dass die Borsten viel weicher und flexibler sind, als die „normalen“. Durch die Flexibilität reißen die Haare nicht aus und gleichzeitig stimulieren die Borsten die Kopfhaut, wodurch wieder einmal das Haarwachstum angeregt wird.

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Mit all diesen Mitteln und Anwendungen sollte mein Haar bis zu meiner Hochzeit in einem Jahr glänzend, voll und lang sein!

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11 Kommentare

  1. Ein sehr professioneller Beitrag. Haare machen extrem viel aus. Was nützt das schönste Kleid, wenn die Frisur nicht passt, fühlt man sich nicht wohl.

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  2. Hi!
    schöner Beitrag 🙂 Ich benutze auch schon seit Jahren silikonfreie Produkte. Am Anfang ist die Umstellung ja eher erschreckend gewesen, da nach und nach erst wirklich zum Vorschein kam, wie kaputt die Haare wirklich waren. Aber durch das Entfernen der Silikone, konnten endlich die „wahren“ Pflegeprodukte ihre volle Wirkung zeigen 😉

    LG Brina

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  3. Genau, sehr professioneller Beitrag! Einen schönen Tag!
    Liebe Grüße, Dreammerin

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  4. Recht hast du! 🙂 Da ich auch bald heiraten werde habe ich schon vor einer Weile endich mal mit einer Friseur Routine angefangen – bis dato bin ich nämlich nur sporadisch zum Frisör. Jetzt arbeite ich mich Schritt für Schritt zu meiner Wunsch Haarlänge hin und dann wird es bis zur Hochzeit schon passen 🙂

    Liebe Grüße,
    Leonie

    http://www.allispretty.net

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  5. Die Produkte hören sich richtig interessant an. Invisibobbles benutze ich auch sehr gerne 🙂

    Liebste Grüße
    Jana von bezauberndenana.de

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  6. Was für ein interessanter um umfangreicher Beitrag, man merkt, dass du dir Gedanken gemacht hast! Das mit dem Haare schneiden stimmt natürlich, dass es der Haarwurzel ganz egal ist, was die Spitzen so treiben. Allerdings beugt regelmäßiges Schneiden Spliss vor, der sich sonst sehr schnell „hocharbeitet“, so dass mehr abgeschnitten werden muss – so ist vermutlich der Mythos entstanden. Apropos Mythos, dass sich Haare an den Effekt von Shampoo und Co gewöhnen stimmt wohl so auch nicht ganz. Schließlich ist es richtig, dass es totes Gewebe ist – was soll sich da an irgendwas gewöhnen?
    Übrigens hilft es dem schnelleren Wachstum, wenn die Kopfhaut immer gut durchblutet ist, also warm ist. Häufiges Saunieren im Winter und viel warme Sonne im Sommer helfen dabei 🙂

    Das waren noch so meine Tipps, ich drücke dir die Daumen, dass du dein Traumhaar bis zur Hochzeit hast!

    Liebst Christin
    von Glasschuh.com
    besuch mich auf Facebook

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  7. Dieser Post ist wirklich, wirklich toll. Ich habe meine perfekte Haarpflege irgendwie noch nicht gefunden, was auch nicht so einfach ist, weil mein Haar ziemlich kraus ist. Die Haarmaske werde ich sofort mal ausprobieren.
    Liebe Grüße, P. von http://www.fullofmoments.blogspot.de

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  8. Die Pflege-Serie von Rene Futerer kenne ich noch gar nicht. Da ich es auch wichtig finde, Shampoo, Spülung & Co. regelmäßig zu wechseln, werde ich vielleicht demnächst mal ein Produkt dieser Reihe ausprobieren. 🙂

    GLG, Sabrina
    Bei mir gibt’s aktuell ein Give-Away! =)

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